Dem Link auf der Spur
Vor kurzem habe ich in meiner Webentwicklerwerkzeugtasche etwas entdeckt, dass mir bisher nie aufgefallen war. Einen kleinen unscheinbaren Link, eingebettet in eine ganze Liste, gleich aussehnder, kleiner, unscheinbarer Links, der auf den title All Smush.it™ hörte. Ich hatte mir vorgestellt, wie der Link mit Namen Smush.it die geöffnete Webseite, wie in einem Comic zersmushen, und zerboooomen würde. Die eckigen Klammern würden nur so durch die Gegend fliegen und überall läge bruchstückhafter Code, hier und da mal ein Rest zuckendes und flackerndes Javascript. Nach diesem Klick hätte man nirgends mehr ein penibel validiertes 3-Spalten Layout mit flüssigen Containern gefunden, nichts mehr, alles wäre gesmusht. Auf den ersten Klick offenbarrte sich mir jedoch noch nicht die wahre Größe, denn vielmehr ein neues reinweißes Fenster, welches seelenruhig auf die Eingabe einer Adresse wartete. Ich war enttäuscht. Das war gestern Abend.
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Heute habe ich es dann noch einmal gewagt, anderer Ort, anderer Rechner, anderes Betriebssystem, anderer Browser. Ich navigierte durch meine Werkzeugtasche bis zu der Stelle, wo ich gestern Abend diesem heimtückischen kleinen Link begegnet war. Heute, ein neuer Tag, eine neue Hoffnung auf das große Smushen und keine Zeit zu verlieren. Ich klicke.
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Wow, ich werde beeindruckt!
Vor mir entblättert sich eine Liste, wunderschöner kleiner Grafiken, Icons und Hintergrundbildern. Alphabetisch sortiert und um bis zu 83% gesmusht. Sagenhaft. Leider habe ich von all’ dem nichts mitbekommen, es war still, sofort nach meinem Klick entblätterte sich die Liste und ich habe nicht eine einzige eckige Klammer fliegen sehen.
Nichts für ungut. Nachdem sich jede Zeile dieser Liste mit dem Grad der Smushung in Prozent - scheinbar selbstständig - vervollständigt hatte, eröffnete sich mir eines Element.
Über der Liste bot sich mir hellgelb schimmernd, ein ehrwürdig anmutender Button zum Download all’ dieser, geboomt, gebangt und gesmushten Grafiken und Icons.

Das coole daran. Der ganze Spaß gehört zu YSlow, einer Firefoxentension, die mir auf diese Weise anbietet, alle Grafiken, etc. einer Webseite mit einmal zu reduzieren, zu komprimieren und zu guter Letzt zu smushen.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen, selbst radikal klein gehaltene .pngs oder .gifs schrumpft dieses Werkzeug wie von Geisterhand auf einen unterschiedlich kleineren Wert. In Ausnahmefällen waren auch mal ein paar “No savings” Bemerkungen dabei, aber es war die Minderzahl. Über den Download bekomme ich nun alle meine Dateien in Ihrem Original Verzeichnisbaum zurück. Das ist ein cooler Spaß, weil ich auf diese Weise mit einem Schlag über 50kB Ladelast verloren habe. Verückt, dass ich das noch nie entdeckt habe, obwohl ich mit YSlow schon so lange arbeite.
Wer’s fachlicher mag, gebe in die Suchmaschine seiner Wahl “smush.it” ein und erfreue sich an der Fülle von Informationen.
Hinterher ist man immer klüger.
geschrieben von carsten